Praxis-Test: Bullet6 Toshiba HD-E1 HD DVD Player

Was kann der erste HD DVD Player von Bullet6 Toshiba - unser Test klärt es ausführlich und das auf mehreren Seiten!

Testausstattung

HDTV-PRAXIS Test - Bullet6 Toshiba HD-E1

Testausstattung

Der Toshiba HD-E1 wurde mit den folgenden Geräten und Testbildern getestet.

Bildschirme


NEC




Toshiba 32DL66P 32" Bullet6 LCD

Beamer


Sanyo PLV-Z5


Panasonic PT-AE1000E

AV/Receiver


Denon AVR-2307 (Bullet6 HDMI)


Pioneer VSX-1016V-K (HDMI)


Kabelarten Digital/Analog

2 und 10 Meter Komponenten- und HDMI-Kabel von ClickTronic

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HD-Testbilder auf HD DVD

Als Testbilder kamen eine ganze Reihe an neuen HD-Testbildern von BUROSCH Audio-Video-Technik zum Einsatz. Die Testbilder wurden auf einer Muster HD DVD in einer Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten zugespielt. Für die SD-Testbilder wurde die Peter Finzel Testdisk bemüht.


Kombiniertes Audio-Video-Testbild - AVEC HD


Eine sich bewegende Graustufentreppe in HD.


Chromacheck - Luminanz- und Chromatestbild.


Sweep Stripes Testbild.


Einleitung - Ausstattung und Verarbeitung

Einleitung
Toshiba HD-E1 - der Test!

Der Kampf der Systeme tobt – das Jahr 2007 wird wohl evtl. am Ende einen Gewinner und einen Verlierer im Formatstreit Bullet6 Blu-ray vs. HD DVD präsentieren. Wer es sein wird – das wissen wohl nur Propheten! Wir haben uns in der Redaktion daher dafür entschieden, den Streit aus der Ferne zu beobachten und uns mit unserer Meinung ein wenig zurück zu halten – die wir natürlich trotzdem haben. Argumente sind für beide Seiten pro und contra ausreichend vorhanden und so gehen wir die Sache mal rein von der Hardwareseite und dem Preis-Leistungsverhältnis an. Betrachtet man allerdings die Foren, ist eines sehr offensichtlich: Ein paar mehr Bildpunkte können wahre „Gefechte“ der User untereinander auslösen, die zum Teil so unter die Gürtellinie gehen, dass hier schnell der gegenseitige Respekt voreinander vergessen wird. Das Lager der HD DVD und Blu-ray Befürworter gibt sich hier gegenseitig richtig die Sporen und jeder wähnt sich im Recht. Bullet6 Toshiba stellt sich diesem Kampf nun mit dem ersten HD Bullet6 DVD-Player, dem kleinen HD-E1, der seit Ende Dezember, mit ein paar Wochen Verspätung, in den Regalen steht. Der große Bruder, der HD-XE1, folgt dann Ende Januar – ein Test von diesem Gerät folgt ebenfalls in Kürze.

In unserem Test stellen wir vor allem die Bildqualität und die Bedienung im praktischen Alltag in den Vordergrund. Auch konzentrieren wir uns auf einen wichtigen Punkt – wie gut geht er mit normalen DVDs um, die wohl im Moment noch wesentlich häufiger den Weg in die Lade finden werden. Auch die Kompatibilität bei der digitalen Tonausgabe spielt eine große Rolle, die beim HD-E1 allerdings sehr einfach gelöst ist.


Ausstattung und Verarbeitung

Die Austastung des HD-E1 kann als komplett bezeichnet werden und lässt keinen Grund zur Klage.


Die Front des Players ist zwar aus Plastik, erscheint aber dennoch wertig und ist solide Verarbeitet. Eine Aluminiumblende wäre zwar schön gewesen, das Design ist dennoch sehr ansprechend. Die Gehäusefüße hätten allerdings ein wenig wertiger sein können.
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Zum Lieferumgang gehören drei Bedienungsanleitungen in Deutsch, Englisch und Französich, ein Stromversorgungskabel, ein 2 Meter langes HDMI-Kabel, AV-Kabel, 2 Batterien und die Fernbedienung. Der HD DVD Animations-Film Elephants Dream liegt allerdings nur den ersten ca. 1.500 – 2.000 ausgelieferten Exemplaren bei.


Das Gerät mit geöffneter Frontklappe. Zumindest die Klappe hätte gut und gerne aus Metall sein können, was die Optik ein wenig weiter aufgewertet hätte.
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Rechts hinter der Klappe befinden sich fünf Bedientasten und zwei Extension-Buchsen(USB). Hier können zukünftig Spielekontroller und evtl. noch weiteres Zubehör angeschlossen werden – das ist allerdings noch nicht sicher.
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An der Rückseite geht es ein wenig eingeschränkt zu - neben dem Bullet6 HDMI 1.2 Ausgang finden sich ein Komponentenausgang, ein S-Video und FBAS-Ausgang, ein analoger Stereo-Ausgang, eine Netzwerkbuchse und ein optischer SPDIF-Ausgang. Hinter der Gitteröffnung in der Mitte sitzt der Lüfter, der während des Betriebes kaum hörbar vor sich hin säuselt. Die Lautstärke des Lüfters liegt in einem wirklich ertragbaren Rahmen und wird aus zwei - drei Metern Entfernung bereits nicht mehr wahrgenommen. Eine Scart-Buchse sucht der Kunde am HD-E1 allerdings vergeblich. Besitzen Sie nur einen Bildschirm mit Scart-Eingang, müssen Sie das Gerät entweder über S-VHS oder FBAS verbinden. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, sollten Sie allerdings vorher über den Erwerb eines neuen Bildschirms nachdenken, um auch in den Genuss von hochauslösenden Bildern zu kommen. Der HD-E1 gibt Bilder bis 1080i aus. 1080p ist dem HD-XE1 und dem HD-E1P vorenthalten – letzteres Modell wird ab ca. April in Deutschland angeboten und bietet neben 1080p auch einen HDMI 1.3 Ausgang. Die Bilder in 24p ausgeben kann der HD-E1 nicht. Hier sei bemerkt, dass sich derzeit die Gerüchte mehren, dass selbst der große Bruder HD-XE1 die Bilder nicht in 24p ausgeben kann – auch nicht durch ein späteres Firmwareupdate – zu kompliziert sei die Integration.

Das mit dem Pulldown-Problem verbundene Ruckeln, der Umrechnung von 24p Bilder auf eine 60 Hz Ausgabe, ist unserer Meinung nicht so tragisch wie es derzeit oft hingestellt wird. Konzentriert man sich auf dieses Phänomen fällt es zwar auf – allerdings vergisst man es, während der Film läuft, früher oder später und man erfreut sich der brillanten Bilder. Hier konnten wir auch, je nach Film, ein unterschiedlich stark ausgeprägtes Ruckeln feststellen. Um das Problem mit dem Ruckeln zu beseitigen, wird wohl vermehrt auf die Integration bei den Sichtgeräten gesetzt werden, wodurch das Ruckeln über einen Reverse Pulldown ebenfalls beseitigt werden kann – das können derzeit z. B. die Bullet6 Pioneer Bullet6 Plasma Displays der sechsten und siebten Generation – hier ruckelt nichts – auch nicht bei 1080i mit 60Hz.


Die Lade fährt ausreichend weit raus und kann daher gut mit einem Medium bestückt werden. Im geschlossenen Zustand verschwindet sie hinter einer Klappe.
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Der Einschaltknopf leuchtet im Standby rot und im Betriebszustand blau.


Das Punktmatrixdisplay ist vorbildlich und lässt sich selbst in größerer Entfernung sehr gut ablesen – dieses Display sollte Toshiba auch für kommende Generationen unbedingt beibehalten.


Die Fernbedienung ist recht groß ausgefallen lässt im Handling aber keinen großen Grund zur Klage. Die Tasten sind gut angeordnet, der Druckpunkt ist ok - der Wirkungskreis ist vorbildlich – man muss noch nicht einmal direkt auf das Gerät zeigen! Die Auswurftaste ist unter dem Ausschalter allerdings etwas deplatziert.


Setup-Menü - Bildqualität DVD

Setup-Menü und Bildqualität von DVDs


Das Setup-Menü ist einfach gestaltet, nicht überfrachtet und übersichtlich aufgebaut.


Im Menü - Bild - stehen vier Punkte zur Auswahl.


Die typischen Bildformateinstellungen sollte dem Bildschirm entsprechend gewählt werden.


Die Wiedergabequalität einer normalen DVD

Im Bildmodus-Menü (siehe Bild unten) kann der Bullet6 Toshiba von Hand in den Film, Video und Auto-Mode geschaltet werden. 

Leider hat in unserem Test diese Einstellung aber keine Wirkung auf normale DVDs gezeigt. Das im VOB falsch auf Interlaced geflagte progressive Testbild (Version 2) auf der PF-Testdisk, wird auch nach der Umschaltung von Hand in den Film-Mode nicht korrekt wiedergegeben - das lässt auf einen Firmwarebug schließen, den Toshiba mit einem Firmwareupdate beseitigen sollte. Der HD-E1 verhält sich bei normalen DVDs als reiner Flag-Reader, der kein adaptives De-Interlacing beherrscht und die Flags aus den VOBs und nicht aus den IFOs ausliehst - einen Hintergrundartikel zu diesem Thema finden Sie hier. Adaptives De-Interlacing ist nur dem großen Bruder, dem HD-XE1, mit seinem REON-Prozessor vorbehalten. Ist im VOB der Flag richtig gesetzt, kann man dem HD-E1 eine gute DVD Wiedergabe und ein gutes Upscaling bescheinigen. Selbst in Stufe drei des Testbildes verliert er nicht seinen Filmmode und stellt alle drei Sequenzen fehlerfrei dar. Hier sollten sich die aktuellen Blu ray Player von Bullet6 Panasonic und Samsung ein Beispiel dran nehmen, die leider keinen dieser Tests bestehen – dies aber nur als Querverweis und als kleinen Ausblick auf die Tests der beiden Blu ray Player von Panasonic und Samsung.

deinterlacer.jpg
Um diese Tests selbst auszuprobieren, benötigen Sie die Peter Finzel Testdisk. Rufen Sie im Hauptmenü den De-Interlacertest auf und führen Sie als erstes den richtig geflagten Test „Progressiv“ - im Bild oben mit 1 gekennzeichnet – auf.

Im Anschluss werden automatisch folgende drei Stufen durchgeschaltet:

deinterlacerStufe1.jpg

deinterlacerStufe2.jpg

deinterlacerStufe3.jpg

Diesen Test besteht der HD-E1 mit Bravur und zeigt sich keine Blöße in der Bildverarbeitung – alle drei Stufen werden fast perfekt wiedergegeben – in 1080i und auch in 720p. Im Anschluss rufen Sie im Menü den gleichen Test, diesmal mit „Interlaced“ (im Bild oben mit 2 gekennzeichnet) bezeichnet, auf. Die nachfolgenden drei Stufen sind identisch zu den vorherigen, nur wurde hier im VOB auf der DVD der Flag auf Interlaced gesetzt, die Bilder sind jedoch weiterhin Progressiv. Hier zeigt der HD-E1 die Testbilder dann flimmernd an, da er den Flag ausliest und die eigentlich progressiven Bilder wie interlaced Bilder behandelt. Würde nun die Filmmodeschaltung im Setup Menü funktionieren, wurde auch diese Testsequenz korrekt und ohne Flimmern angezeigt werden. Hier muss man allerdings festhalten, dass diese zweite Sequenz fast nur von DVD Playern mit Faroudja oder REON-Prozessor mit adaptiver Bilderkennung richtig wiedergeben werden – die meisten anderen DVD Player sind reine Flag Reader und verhalten sich genau so wie der HD-E1.

burstvertikalkleinhd-e.jpg
Auch der Vertikal Burst bewegt wird vom HD-E1 sehr gut aufgelöst, es flimmert so gut wie nichts.
(für eine größere Darstellung auf das Bild klicken: Dateigröße 807 KB)

Wir können dem HD-E1 also eine gute DVD Wiedergabe bescheinigen, vorausgesetzt, der Flag auf der DVD wurde richtig gesetzt, ansonsten kann es im Bild zu Kantenflimmern kommen. Perfekt wäre die DVD Wiedergabe, wenn die Filmmode-Einstellung im Setup funktionieren würde. Dann wären falsch geflagte DVDs kein Thema mehr, da man den Player immer im Film-Mode laufen lassen könnte, denn auf über 90 Prozent der DVDs sind die Bilder als Filmbilder abgelegt. Der Fehler wurde von uns an Toshiba gemeldet und ein Fix wurde für die nächste Firmware in Aussicht gestellt. In der Firmwareversion 1.2, die am 13.01.2006 veröffentlicht wurde, ist dieser Fehler noch nicht behoben. Darüber hinaus werden normale DVD Bilder gut hochskaliert und sauber gezeichnet. Den HD-E1 ist also auch durchaus ein guter DVD Player – wenn der Flag stimmt!

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Der Siemensstern – einen groben Chroma-Upsampling-Fehler konnten wir nicht ausmachen. Es sind zwar leichte Zacken erkennbar, allerdings im absolut vertretbaren Rahmen.
(für eine größere Darstellung auf das Bild klicken: Dateigröße 876 KB)

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Auch der Farbburst wird bis 3 MHz gut dargestellt – hier über Bullet6 HDMI.
(für eine größere Darstellung auf das Bild klicken: Dateigröße 397 KB)

Achtung:
Bitte beachten Sie: Normale DVDs werden beim HD-E1 nur über HDMI in 1080i oder 720p hochskaliert ausgegeben. Über den Komponentenausgang werden DVDs nur in PAL/576i/p ausgegeben – was dieser Irrsinn soll fragen wir uns schon lange – denn HD-DVDs werden auch über Komponente hochaufgelöst ausgegeben. Anders verhält es sich allerdings bei DVDs ohne CSS-Kopierschutz, diese werden auch über den Komponentenausgang hochskaliert und in 1080i oder 720p ausgegeben.


Die verschiedenen Ausgabeeinstellungen für das Bild – wählen Sie hier die Ausgabe entsprechend Ihres Bildschirmes oder Beamers. Für Bullet6 Beamer mit einer Auflösung von 1280x720 Bildpunkten empfehlen wir die Ausgabe des HD-E1 auf 720p zu stellen. Für Full-HD Bildschirme oder Beamer ist 1080i vorzuziehen, da in diesem Fall gar nicht gescalt werden muss – unter Umständen erscheint aber auch hier das Bild mit 720p besser, weil ruhiger. Für Zwischenauflösungen wie 1366x768 bei LCDs, sollten Sie ausprobieren mit welcher Auflösung das Bild besser wirkt, hier hängt es auch viel vom verbauten Scaler im Bildschirm ab - bei Plasmabildschirmen mit einer Auflösung von 1024x768 empfehlen wir ebenfalls 720p, was meistens das besser und ruhigere Bild liefert.


Setup-Menü – Qualität Tonausgabe

Setup-Menü – Tonausgabe / Qualität und sonstige Menüeinstellungen


Im Setup-Menü - Audio - können die digitalen Audioausgänge angepasst werden. Dynamic Range verstärkt leise Töne um auch zu später Stunde keine Details zu verpassen. Das Dialog Enhancement stellt die Stimmen über den Center-Lautsprecher mehr in den Vordergrund.


Der optische SPDIF-Ausgang kann auf PCM für reine Stereotonwiedergabe und auf Bitstream gestellt werden. Im Bitstream-Modus werden bei HD DVDs über den SPDIF-Ausgang alle neuen Tonformate - wie Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, dts-HD - nach dts gewandelt und als dts-Bitstream ausgebeben. Hier ist also ein AV/Receiver mit eingebautem dts-Decoder Pflicht. Bei normalen DVDs verhält sich der HD-E1 wie ein normaler Bullet6 DVD-Player und gibt entweder Dolby Digital oder dts aus.

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Wird der digitale Mehrkanalton von einer HD DVD wiedergegeben, wird am Receiver immer dts angezeigt, ein AV/Receiver mit dts-Decoder ist also Pflicht. Die Datenrate liegt mit 1536 kbps weit über dem normalen dts-Ton.


Über Bullet6 HDMI werden die neuen Tonnormen als unkomprimierter 5.1 PCM-Stream ausgegeben, der AV/Receiver muss also über HDMI PCM als Multikanalsignal verarbeiten können. Bei normalen DVDs wird auch hier auf Bitstream umgeschaltet und DD / dts ganz normal ausgegeben.

pcm-ausgabe-hdmi-ddplus.jpg
Anzeige am Display, hier Bullet6 Denon 2307, des 5.1 PCM Tons.

Die Tonqualität von unkomprimiertem PCM-Sound über HMDI ist brachial und lässt die Lautsprecher zu neuen Höchstformen auflaufen. Aber selbst der gewandelte, digitale dts-Sound über den Lichtleiterausgang ist wirklich gut – unsere Meinung hier: Mehr Sound braucht Mann oder Frau nicht wirklich, die digitale Tonausgabe des HD-E1 ist sehr gut!


Das Menü für die Spracheinstellungen.


Das Ethernet-Menü dient zur Einrichtung einer Breitbandverbindung, über die erweiterte Inhalte, wie z. B. Trailer oder auch eine neue Firmware, über das Internet abgerufen werden können.


Die Netzwerkeinstellungen sind einfach zu bedienen und schnell eingerichtet. Hier sollte der Eintrag DHCP und DNS auf „Ein“ gestellt werden, um eine möglichst einfache Einrichtung zu ermöglichen. Wird der HD-E1 z. B. über eine Fritz Box mit dem Internet verbunden, sind keine weiteren Einstellungen notwendig.


Im Allgemein-Menü können weitere Unterpunkte eingestellt werden.


Hier wäre die Karteikarte "Wartung" wichtig, um das Gerät in die Werkseinstellung zurück zu setzen, die Firmware zu aktualisieren oder den permanenten Speicher zu löschen.


Im Eintrag "Twin-Disc" kann die Behandlung von Hybrid HD DVDs eingestellt werden. Sinn hier ist es, bei den kommenden HD DVDs, die auf einer Seite eine HD DVD und gleichzeitig eine DVD Schicht enthalten, mit der jeweils im Setup eingestellten Schicht zu starten.


Der Bildschirm nach dem Start - irgendwie "Schwarz" - ein nettes Hintergrundbild würde schon gefallen!

hd-e1cd.jpg
Der CD-Player zeigt die Tracks und die Spielzeit an.


Das Innenleben

Das Innenleben vorgestellt!


Das Innenleben des Bullet6 Toshiba HD-E1 ist "Baugleich" mit dem HD-A2 aus den USA und dem HD-XF2 aus Japan.
Drei Kühlbleche verstecken die insgesamt vier Chips, die im Verbund praktisch einen kleinen PC ergeben.


Das Netzteil ist ordentlich aufgebaut und versorgt das HD DVD Laufwerk bzw. das Main-PCB mit dem nötigen Strom.


Das Main-PCB, nachdem alle Kühler entfernt wurden. Zum Vorschein kommt eine komplette Palette an Intel-Chips. Nachfolgend die Chips im Einzelnen vorgestellt: Hier wird dem einen oder anderen dann auch klar, warum die Geräte noch teurer sind und an der einen oder anderen Ecke dafür gespart werden muss. Denn die Bauteile sind nicht gerade günstig und ohne Subvention seitens Toshiba wäre der derzeitge Einführungspreis vermutlich nicht machbar!


Der NEC D61335F1 ist für das komplette Decoding der Tonformate und für das Decoding des AVC, VC1 und MPEG2-Streams zuständig. Er kann in Echtzeit alle aktuellen digitalen Tonformate (auch Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, dts-HD) in das normale dts Digitalformat konvertieren, über den Lichleiterausgang ausgeben und gleichzeitig über Bullet6 HDMI auch den unkompremierten Multi-PCM-Datenstrom zur Verfügung stellen. Dieser Chip wird während des Betriebes mit Abstand am wärmsten. Im ersten Modell, dem HD-A1, übernahm noch ein Chip von Broadcom die Aufgabe des AVC, VC1 und MPEG Decoding. Hier munkelt man, dass dieses der defekte Chip war.


Die Intel SG82854G MCH Northbridge ist ein Graphics Memory Controller Hub, Processor / DDR SDRAM / Display und Hub Interface in Einem. Er dürfte dem einen oder anderen aus seinem älteren Mainboard bekannt vorkommen. Sie steuert den Ablauf zwischen RAM, Grafikbus und CPU.


Die Haupt-CPU ist ein Intel Celeron M 900 - LE80554/SL8XS. Diese Customer-CPU läuft mit 900 Mhz, verfügt über 0kb Second Level Cache und einen FSB von 400MHz. Der A1 hatte hingegen noch einen Pentium 4 mit 2.5Ghz verbaut und musste zum Teil die Arbeit des nun im HD-E1 verbauten NEC-Chips übernehmen.


Die Intel NH82801DBM Southbridge ist ein I/O Controller Hub 4 Mobile mit PCI Rev2.2, ACPI, Enhanced DMA, IDE Controller, USB2.0, LAN Controller, SMBus und AC '97.


Der Sil9030CTU-7 HDMI 1.2a Transmitter-Chip vor dem HDMI-Ausgang.
Daten: 25-112MHz, VGA-SXGA, 480i,576i, 480p, 576p, 720p, 1080i, 4xi2S Inputs, HDCP Encryption, 3.3V(Includes Microchip Daughter Die: 1.50mm x 1.30mm)


Eine frei schwebende Verdrahtung muss nicht zwangsläufig auf einen Fehler beim PCB hinweisen, eine fliegende Verdrahtung ist heute nichts außergewöhnliches!


Die vier Infineon 512 Mbit DDR2-SDRAM (HYB18T512) Bausteine (links im Bild) ergeben insgesamt 256 MB Speicher. Die beiden 1Gbit Nanya Speicherbausteine (NT5TU128M8BJ-3C512), rechts oben im Bild, ergeben weitere 256 MB Speicher.


Vier weitere 512 Mbit DDR400 RAM-Bausteine (HYB25DC512160CE-5) von Qimonda, einem Abspaltungsunternehmen von Infineon, befinden sich in der Nähe der Northbridge, zwei sind auf der Rückseite des PCBs untergebracht. Diese vier Bausteine ergeben erneut 256 MB Speicher. Der HD-E1 beinhaltet also schlappe 768 MB Hauptspeicher. Zusätzlich befindet sich ein 64 MB großer nicht flüchtiger, vergossener Speicherchip auf der Platine, in der die Linux Distribution gespeichert ist.


Auch die Rückseite des Main-PCB ist mit Bauteilen bestückt. Rechts unten befinden sich die beiden oben erwähnten RAM-Bausteine.


Das HD DVD Laufwerk trägt die Bezeichnung SD-E802A und ist das gleiche Laufwerk wie im HD DVD Laufwerk für die Xbox 360. Das Laufwerk geht ruhig an die Sache ran, Laufgeräusche hört man nur kurz nach dem Einlegen einer Disc, danach ist „Ruhe“.


Der Anschluss am HD DVD Laufwerk ist ein spezieller Stecker und kann nicht mit einem PC verbunden werden.


Wiedergabequalität HD DVD - Fazit

Wiedergabequalität von HD DVDs

Wie Sie auf der Seite zuvor gesehen haben, werkelt im HD-E1 viel PC-Technik, die auf die Wiedergabe von HD-Material hin optimiert wurde. Der beste Ausgang ist, zweifelsohne, der HDMI-Ausgang. Hier wird das Beste aus den verbauten Komponenten heraus geholt. Der Komponentenausgang macht seine Sache aber auch nicht wesentlich schlechter, einen besonders großen Schärfevorsprung war zu Bullet6 HDMI nicht auszumachen. Nach dem Einlegen von Van Helsing, oder auch King Kong, auf HD DVD ging die Sonne auf, noch nie waren Bilder so scharf und detailreich. Selbst betagte Bildschirme mit niedriger Auflösung profitieren von den, auf der HD DVD abgelegten, Vollbildern in einer Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten. Auf unserem Referenzbildschirm, dem NEC 42XR4, war die Schärfe und die Tiefe des Bildes besonders beeindruckend. Auch mit dem neuen Full-HD Bullet6 Beamer PT-AE1000E von Bullet6 Panasonic waren die Bilder gut, wenn auch der Beamer durch seine Smoth Screen Technologie feinste Details nicht mehr darstellte, was Full-HD nicht so ganz gerecht wird. Hier zeigte der Sanyo Z5 mit seiner kleineren Auflösung von 1280x720 Bildpunkten wesentlich mehr Schärfe und zauberte fast(!) ebenbürtige Bilder auf die, 2,20 Meter breite, Leinwand.

Gespannt waren wir natürlich, als wir unsere HD-Testbilder zuspielten, die uns in einer Vorabversion auf HD DVD und in VC1 kodiert vorliegen. Das BUROSCH AVEC HD Bild zeigte erst richtig, was in den neuen HD-Playern Bildmäßig so drin steckt.

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Das HD-Testbild wird sehr gut dargestellt. Die Bildausgabe ist zwar ein wenig zu dunkel, gut zu sehen an den Graubalken, das sich aber über den Gamma- bzw. die Helligkeitregler am Wiedergabegerät leicht korrigieren lässt. Auch Farbübergänge sind problemlos und werden sauber abgestuft dargestellt. Der Overscan ist im akzeptablen Rahmen, nur wenige Pixel werden abgeschnitten. Hinweis: Das im großen Bild (rechts) die senkrechten und waagerechten Linien nicht 100 Prozent richtig dargestellt werden, liegt am Bildschirm, hier kommt bei einem einer Pixelraster selbst ein guter Bullet6 Plasma oder Bullet6 LCD an die Grenze seiner Darstellungsfähigkeit. Am Panasonic Full-HD Beamer wurden selbst die 1 Pixel Linien und Punkte sauber dargestellt.
(für eine größere Darstellung auf das Bild klicken: Dateigröße 569 KB)

Auch mit den Sweep Stripes und dem Chromacheck gab es keine größeren Schnitzer, das HD-Bild ist einfach sehr gut. Hier ist es auch zu verschmerzen, dass der HD-E1 keinen Videoequalizer, wie etwa für die Bildhelligkeit, den Kontrast oder für die Farbe, besitzt. Auch dieses ist dem großen Bruder, dem HD-XE1, vorenthalten. Wir werden sehen, wie viel das noch bringt. Die Erfahrung zeigt hier jedoch, dass Videoequalizer zwar eine schöne Sache sind, aber die Videowerte am Ausgang nicht immer unbedingt verbessern.

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Ein netter HD DVD Trailer zeigt, z. B. bei Van Helsing, dass es sich um ein Medium der Zukunft handelt.


Formatkompatibilität

Hier brauchen wir nicht viel zu schreiben und unsere große Tabelle braucht nicht zum Einsatz zu kommen! MP3, SVCD, Bullet6 DivX oder JPEG-Bilder sind dem HD-E1 ein Fremdwort. Ein Kartenleser oder USB-Anschluss findet sich auch nicht am Gerät. Die Abspielfähigkeit ist auf HD DVD, DVD und CD-Audio beschränkt. Beschreibbare DVDs sind laut Bedienungsanleitung auf DV-R und DVD-RW beschränkt, im Test haben aber auch DVD+R und +RW Medien keine Probleme bereitet und wurden anstandslos abgespielt. Auch CD-R Medien waren kein Problem. Region-Codes, wie Sie sie von der DVD kennen, ist bei HD DVD derzeit kein Thema. Scheiben aus den USA laufen ohne Probleme auf dem Gerät. Einen Filebrowser bietet der HD-E1 leider nicht, selbst erstellte ISO-DVDs mit HD-Inhalt als MPEG, TS oder VC1-File werden nicht erkannt, bei Mini-HD-DVDs (HD-DVD-Struktur auf einer DVD-Rom) spielt der Bullet6 Toshiba 60Hz-Material. falschedisc.jpg

Sonstiges und Erwähnenswertes

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Der HD-E1 benötigt vom Druck auf den Auswurfknopf bis zum Öffnen der Lade 36 Sekunden. Weitere 36 Sekunden vergehen (gemessen mit dem Film Van Helsing), nach dem Einlegen einer HD DVD, also vom Schließen der Lade, bis ein Bild dargestellt wird. Hier ist das Verhalten aber HD DVD abhängig, mit Rides Volume 1 – 3 wurden bis zum ersten Bild nur 23 Sekunden benötigt. Normale DVDs werden äußerst schnell eingelesen, hier vergehen bis zum ersten Bild gerade einmal knappe 11 Sekunden, jeweils gemessen mit der Firmwareversion 1.2. Ein Kapitelsprung mit einer HD DVD benötigt ca. 3 Sekunden. HD DVDs werden nach einem Stop leider nicht an der gleichen Stelle fortgesetzt – normale DVDs schon. Das ist ärgerlich, da man dann immer von vorne anfangen muss und das dauert! Dieses sollte Toshiba beim nächsten Firmwareupdate mit beseitigen, bei der Xbox360 mit HD DVD Laufwerk geht es ja schließlich auch. Falls das Gerät einmal abstürzt, kann man den Einschaltknop auch 10 Sekunden gedrückt halten, das Gerät schaltet sich dann aus. In Verbindung mit einem Sanyo Z4/Z5 hatten wir allerdings mehrmals ein paar Probleme. Hier zeigten die Beamer keine Reaktion mehr, wenn beide Geräte gleichzeitig gestartet wurden. Vermeiden ließ sich das Problem, indem erst der HD-E1 vollständig gestartet wurde und dann hinterher der Beamer. Das lässt auf eine Timingproblem mit der HDMI-Schnittstelle und HDCP schließen - Toshiba bitte kontrollieren, der Z4 und Z5 ist eines der meistverkauften Heimkinobeamer.

Für Firmwareupdates und Discinformationen besuchen Sie bitte die Seite von Toshiba, wo aktuelle Informationen über die HD DVD Player und zur HD DVD abgerufen werden können – Bullet6 www.toshibahddvd.de


Fazit

Unser Fazit fällt dementsprechend positiv aus. Der HD-E1 macht seine Sache als HD-Abspielgerät sehr gut, auch als DVD Player Ersatz kann er gut eingesetzt werden. Bessert Toshiba den Bug mit dem Film-Mode aus, kann er auch als uneingeschränkter DVD Player Ersatz gesehen werden. Im direkten Preis-Leistungsvergleich, zu den derzeit verfügbaren Bullet6 Blu-ray Playern von Panasonic und Samsung, hat der HD DVD Player von Toshiba für uns zur Zeit die Nase vorne, wenn auch die gezeigten Bilder von HD DVD oder Blu-ray Disc gleichwertig gut sind – hier gibt es für uns keinen Formatstreit - sehr wohl aber beim Preis! Das Preis-Leistungsverhältniss ist beim HD-E1, für eine neue Technologie, im durchaus vertretbaren und finanzierbaren Rahmen, was wohl auch ein Grund für die derzeit größere Sympathie der HD DVD bei den Kunden ist. Betrachtet man die Foren, wird hier wesentlich mehr über den HD-E1 diskutiert als über die Blu-ray Abspielgeräte. Und das aus gutem Grund: Der attraktivere Preis hat hier einfach dafür gesorgt, dass in Deutschland innerhalb von knapp drei Wochen wesentlich mehr Geräte vom HD-E1 verkauft wurden, als von beiden Blu-ray Playern von Panasonic und Samsung in den vergangenen zwei Monaten zusammen. Lassen wir den Computerbereich außen vor, wo der Formatkrieg, unserer Meinung nach, wohl erst entschieden wird, gibt es beim Preis kein Argument pro Blu-ray! Bevor wir jetzt böse Leserbriefe bekommen – wir reden ausschließlich vom Preis-Leistungsverhältnis! Fallen die Preise von Blu-ray Playern in den gleichen Bereich, wie der des HD-E1, werden die Karten wohl auch neu gemischt werden. Die Entscheidung, ob Sie als Kunde auf die HD DVD oder auf die Blu-ray Disc setzen, können wir Ihnen natürlich nicht abnehmen. So ist der HD-E1 eine exzellente Bildmaschine, die Ihnen zu einem attraktiven Preis von ca. 549 bis 599 Euro (Straßenpreis) ein neues Bilderlebnis garantiert und sich unsere Kaufempfehlung verdient hat!

Pluspunkte
Minuspunkte

  • Faszinierendes HD-Bild über Komponentenausgang und HDMI
  • Gutes scaling auch bei DVDs
  • Ansprechendes zeitloses Gehäusedesign
  • Vorbildliches Display
  • Sehr gute digitale Tonausgabe - PCM-Ton über HDMI brachial
  • Sehr guter Wirkungsgrad der Fernbedienung
  • Übersichtliches Setup-Menü

  • Teilweise langes starten und einlesen von HD DVDs
  • Film-Mode im Setup-Menü ohne Funktion
  • Keine 24Hz-Ausgabe
  • Diashow beim Spulen
  • HDMI-Ausgang harmoniert mit manchen Geräten nicht
  • Keine 720p/1080i Bildausgabe mit normalem DVDs über den Komponentenausgang


Aktualisiert Montag, 15. Januar 2007