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Test Oppo 971H

Test Oppo 971H - Bildzauberei     Setup     Jpeg-Darstellung - MP3-Wiedergabe - DVD-Video Tonqualität     Formatkompatibilität     Support - Fazit
Test Oppo 971H - Bildzauberei
Test Oppo 971H

Bildzauberei

Erste Berichte über den Oppo 971H tauchten in diversen Internetforen von US-Heimkehrern auf, die den Player dort gesehen und für gut befunden hatten. Schnell bestellten sich ambinitionierte User die amerikanische Version des Players und fügten sie der heimischen AV-Anlage zu. Oppo ist ein Brand von BBK China, nach Firmenangaben eines der führenden
Unterhaltungselektronikhersteller in
China.

Der Oppo 971H weckt durch seinen Deinterlacer und Upscaler Begehrlichkeiten, handelt es sich doch um einen ausgewachsenen Faroudja 2310 mit DCDi, der sonst in wesentlich teureren Playern für das ambitionierte Heimkino Verwendung findet. Engagierten Heimkinospezialisten von Bullet6 www.pipro.de und Bullet6 www.livingcinema.nl blieb es vorbehalten, entsprechende Kontakte zu Oppo aufzubauen und eine europäische Version zu initiieren. Die europäische Version unterscheidet sich von der US-Version vor allem durch einen Scart-Ausgang, eine andere, wertigere Fernbedienung und ein deutsches OSD. Diese Version des Players findet in unserem Test Verwendung.

Der Oppo wird zusammen mit einer Fernbedienung, einem englischen Manual, einem Scartkabel und einem DVI auf HDMI-Kabel zum Preis von ca 225¤ geliefert. Das Gerät ist ordentliche verarbeitet und besitzt eine dünne Metall-Frontblende mit Plastik-Einfassung. Leider fertigt Oppo die Geräte nicht im vollen 43cam Rastermaß, der Useer muß mit 42 x 27 x 4,1 cm vorlieb nehmen. Sind die sonstigen AV-Elemente z.B. von Bullet6 Pioneer, passt das auch ganz wunderbar, für die meisten Racks ist das Gerät aber 1 cm zu schmal.

Die Kombination aus Mpeg4-Fähigkeit und DCDi-Farudja macht den Oppo interessant.

Der Oppo wirkt sauber verarbeitet, der Sanyo-Loader fährt fast komplett seinen durchsichtigen Tray aus, der modisch bierdeckeldünn gestylt ist, darüber hinaus aber keinen wackeligen Eindruck macht.

Ein weiterer Nachteil der dünnen Trays sind die fehlenden Eingriffe zur Seite, die DVD muss mit einem Finger durch das Mittelloch entnommen werden.

Die Bedienelemente auf der Frontseite des Players sind sehr übersichtlich reduziert auf das Wesentliche. Dominant leuchtet, bei heller wie dunkler Umgebung , der blaue Kranz rund um die Ejekt-Taste.

Die weitere Bedienung reduziert sich auf eine Play/Pause Taste und ihr Pendant zum Stoppen. Auf der linken Seite des Players finden wir noch die Taste fürs Standby. Einen echten Ausschalter hat Oppo leider eingespart. Alle Tasten sind effektvoll blau illuminiert. Weil das bei dunkler Umgebung stören kann, ist die Beleuchtung im Setup abschaltbar.

Das Display wird von einer stark verspiegelten Plastikabdeckung bei hellem Umgebungslicht an seiner Informationspflicht gehindert. Für diese Preisklasse hätten wir uns auch ein wenig mehr Informationen gewünscht. So reduziert sich der Informationsgehalt auf die Titelnummer und die Zeitanzeige. Dafür nervt links die obligatorische, aber ebenso sinnlose, flimmende Disk-Rotation.

Das sauber verarbeitete Anschlußfeld des Players wartet mit einer großzügigen Anschlußvielfalt und einer unschönen, überflüssigen Lasche für das, übrigens mit 70cm viel zu kurze, Netzkabel auf.

Wir finden den DVI-Anschluß, analoge Video-Ausgänge für Fbas, YUV, S-Video und Scart, der mit Fbas, RGB und YUV bestückt ist. Letztere Signale werden über die gleichen Pins geschickt, ein Video-Switch existiert nicht. Für den Ton gibt es Spdif in optisch und Coax, analoge 5.1 Coax und 2.0 Stereo-Ausgänge.

Der DVI-Anschluß stammt aus der Computerwelt und kann als HDMI-Ersatz für Adaptionsprobleme sorgen. Ton wird über DVI nicht übertragen, es müssen entsprechende Kabel zum AV-Receiver und/oder TV gelegt werden. An HDMI-Umschaltanlagen hatten wir beim Oppo den erstaunlichen Effekt, das die Front-Illumination bei Betrieb eines anderen HDMI-Gerätes anging, dabei spielte es keine Rolle, ob der Oppo selbst mit dem Stromnetz verbunden war. Seltsam, aber ohne weitere Schäden oder Beeinflussungen für den Player oder die anderen Geräte.

Die Fernbedienung des Oppo ist durch die Vielzahl der Funktionen ein wenig unübersichtlich, ansonsten aber ausserordentlich gut gelungen. Sie hat ein Wert-vermittelndes Gewicht, definierte Druckpunkte und einen erfreulich großen Aktionsradius. Egal, ob man sie nach vorn, zur Seite oder nach hinten richtet, der Player empfängt brav die Befehle. Haptisch ist durchaus Verbesserungspotenzial, die Tasten sind zu gleichförmig und in der Dunkelheit nur durch Übung zu finden.

Eine wichtige Taste finden wir leider nur auf der Fernbedienung, wir hätten sie uns auch im Setup gewünscht: Das Bildschirmformat lässt sich ausschließlich über die Taste DVI umstellen. Dabei gibt es vom Player weder auf dem Display, noch auf dem Bildschirm eine Rückmeldung.  Ein dickes und überflüssiges Bedienungsmanko! US-Modelle melden den Betriebszustand über das Gerätedisplay zurück, diese Firmwareänderung ist leider nicht bis Europa durchgedrungen.

Innere Werte

Ist der Deckel entfernt, offenbart sich dem Betrachter durchaus höchsterfreuliches:

Wir finden ein, der Preisklasse des Players angemessenes, Netzteil vor, das nichts mit den Billiglösungen vieler Budgetplayer gemein hat, ein MTK-Mainboard und das, extern ausgeführte, Board mit der Faroudja-Technik.

Der Sanyo-Loader ist schnell und nahezu geräuschlos. Seine Fehlerkorrektur liegt im mittleren Bereich, normal beanspruchte und gepflegte DVDs sollten keine Probleme bereiten.

Das Mainboard des Oppo beherbergt den MTK-Chipsatz 1389FE. Hier hätten wir uns eine kompromislose Lösung mit dem Spitzenchipsatz 1389EE gewünscht. so bleibt dem Oppo z.B. eine SACD-Funktion verwehrt. Das MTK-Mainboard übernimmt alle Funktionen und Ausgänge, lediglich der DVI wird vom Faroudja versorgt. Die nachträgliche Adaption des Scart-Anschlusses verdeutlich das Fehlen eines Video-Switches, was in einem Signal-Matsch von RGB und YUV-Signalen gleichzeitig am Scart resultiert. Die Audio-Sektion ist mit einem Crystal-Wandler durchaus angemessen bestückt.

Das Faroudja-Board ist das Prachtstück des Players. Hier wurde an nichts gespart: Der FLI 2310, sonst beheimatet in Großkalibern wie den Bullet6 Denon und Marantz Spitzenplayern, wird in Verbindung mit einem, nicht minder wertigen, Silicon Image Chip zum Einsatz gebracht. Das ist zu diesem Verkaufspreis eine Sensation. Wir sind gespannt auf die ungewöhnliche Paarung mit dem MTK-Zulieferer, der seinerseits eine hohe Kompatibilität mit komprimierten Video-Formaten verspricht. 



Aktualisiert Donnerstag, 12. Oktober 2006

Weblinks:
Bullet6 www.livingcinema.nl
Bullet6 www.opposhop.com
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