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Test Oppo 971H

Test Oppo 971H - Bildzauberei     Setup     Jpeg-Darstellung - MP3-Wiedergabe - DVD-Video Tonqualität     Formatkompatibilität     Support - Fazit
Jpeg-Darstellung - MP3-Wiedergabe - DVD-Video Tonqualität
Jpeg-Darstellung


Der Player rechnet Jpegs auf 720x 576 runter, um sie dann evtl auf 720p oder 1080i wieder hoch zu skalieren.



Die Darstellung ist dabei über den digitalen Ausgang, dank Faroudja-Technologie, vergleichsweise superb. Leider gibt es, abhängig von der Pixelmasse der Original-Datei, manchmal dunkle Ränder um die Bilder.



 



Ein Druck auf die Stop-Taste während des Betrachtens eines Bildes schaltet in die Thumbnail-Darstellung. Oppo hat dem Player hier keinen eigenen Browser spendiert.  


 


MP3-Wiedergabe


Der Oppo ermöglicht die Wiedergabe von MP3s mit den, von MTK bekannten Möglichkeiten und Einschränkungen. Wiedergabe im Ordner ist ebenso möglich wie über die gesamte Disk, beim Shuffle Play merkt sich auch der Oppo nicht, was er zuvor gespielt hat und wiederholt wahllos einige Titel auch doppelt und dreifach. Die Tonqualität ist über den Spdif - Ausgang und über die analogen Ausgänge dank Crystal-Wandler recht gut, manchmal wünschten wir uns, z.B. im Vergleich mit dem Bullet6 Panasonic S52, ein wenig mehr Tiefenunterbau und Präzision.


 


CD-Wiedergabe


Der Player spielt Audio-CDs ohne die Anzeige von CD-Text. Der analoge Anschluß gewinnt auch hier durch die gute Wandlung, das Klangbild wird in der Breite wie in der Tiefe exakt gestaffelt. Der Dynamikumfang ist auch über die analogen Ausgänge OK. Der Oppo kann einen Mittelklasse CD-Spieler durchaus ersetzen. Als Besonderheit spielt der Oppo auch DVD-Audios ab, und dies dank der einstellbaren Pegel für jeden Lautsprecher besser, als jeder andere MTK-Player. Sein Klangvermögen kommt aber nicht an die Wiedergabe hochwertiger DVD-Audio-Player heran. Leider verweigerte der Oppo die Wiedergabe einiger, mit Key geschützer, DVD-Audios.


Bildqualität


Absolut alle CD und DVD  Rohlinge, die wir getestet haben, wurden klaglos akzeptiert: Ricoh +R  8fach, Ricoh DL +R 2.4fach, Verbatim +R 8fach, Verbatim + R 16fach,  Verbatim DL +R 2.4fach (4fach gebrannt), Verbatim DL -R 2.4 fach, Fuji  -R 8fach, Bullet6 Philips +RW 4fach, (Hersteller Ricoh), Verbatim -RW 4fach  sowie Bullet6 Sony, Verbatim, Ritek, Ricoh und TDK CD Rohlinge. Auch Verbatim  "Ultra Speed" CD-RW, 24fach gebrannt, wurden abgespielt. 90 und 99 min.  Rohlinge funktionieren ebenfalls.


Der Oppo 971H spielt problemlos jede DVD+DL und DVD-DL. Auch mit Nero gebrannte DLs werden klaglos abgespielt.


Die verschiedenen Gewschwindigkeitsstufen beim schneller Vorlauf erledigt der Oppo MTK-typisch souverän, unabhängig vom Quellmaterial. Bis zur zweiten Stufe wird flüssig gespult, danach gibts eine Einzelbildshow mit korrektem Einsprung. Der Rücklauf in Mpeg4-Dateien weist den typischen MTK-Fehler des zu schnellen Tempos auf.


Die Fehlerkorrektur des sehr leisen und schnellen Loaders arbeitet zufriedenstellend. DVDs mit mässigen Gebrauchsspuren stellen den Loader vor keine unlösbaren Aufgaben. Lediglich sehr stark verschmutzte und zerkratzte DVDs zwingen den Player zu Fehlern, die sich in, sehr leise hörbaren, Fokusiergeräuschen, Stoppern und Sprüngen innerhalb einer DVD bis hin zum völligen Auststieg mit Anzeige des Einschaltbildes zeigen.


Den Oppo 971H sollte man sich nur kaufen, wenn man die Videosignale über den digitalen DVI ausgeben möchte. Alle analogen Ausgänge, auch der YUV, erfüllen lediglich die Qualitätansprüche eines schlechten Budget-Players. Wir konzentrieren uns in diesem Test deshalb auf die Wiedergabe über den DVI und damit unter Mithilfe des Faroudja 2310.


Der Oppo erkennt Videomaterial ausschliesslich adaptiv und liest keinerlei Flags aus. Das macht der Oppo dank Faroudjas DCDi Technologie ausgesprochen zuverlässig und schnell. Wichtig ist, bei Wiedergabe von PAL-Material, die Vorwahl des Video 2 Modes, der einen korrekten Pulldown von 2:2 ermöglicht.


Die teilweise falschen Flags der AVEC-Test-DVDs stellen für den Oppo keinerlei Hürde da. Der Deinterlacer beweist seine herausragenden Qualitäten z.B. bei der sauberen Wiedergabe der Tennisspieler. Faroudja 2310-typisch sind Probleme beim Chroma-Upsampling. Hier können wir, bei entsprechenden Testbildern wie dem unteren Bereich des 576TVL-Bildes, deutliche Farbverschiebungen wahrnehmen. Beim Deinterlacer-Haus fallen deutliche Farbschatten vor und hinter dem Haus auf, die wir bislang bei jedem Faroudja 2310-Spieler feststellen mussten. Die beste Darstellung erreichten wir bei Zuschaltuing des CCS Farbfilters. Beim 576TVL-Bild wird die Wiedergabe des Oppo mittlerweile von Playern wie dem Panasonic S52 getopt.


Die Finzel Test-Disk verhalf uns zu weiteren Erkenntnissen. Die progressive Deinterlacer-Testsequenz offenbarte Darstellungsschwächen beim Dach des bewegten Hauses, das ohne Filtereinsatz sichtbar flimmerte und keine Kontouren erkennen lies. Der Einsatz der niedrigsten Rauschfilterstufe wirkte hier Wunder, das Bild wurde stabil, flackerfrei und Detailreicher. Stärkere Filterung zeigte sich in einem zunehmend verwaschenem Bild. Die Kamerafahrt schliesslich ist die Spezialdisziplin für den Oppo: Ein solches Deinterlacing von interlaced Videomatrial schafft, ausser dem Faroudja 2310, kaum ein aktueller Chip. Der Oppo zaubert aus der Kamerafahrt ein lupenreines, sauber deinterlactes und interpoliertes Video ohne sichtbare Stufen in Diagonalen.


Testbilder sind das Eine, laufende Bilder, gerade bei einem Faroudja bewehrtem Player, das Andere. Und hier fängt der Oppo an, zu zaubern. Bei Beibehaltung der, mit den Testbildern vorgenommenen, Grundeinstellungen, liessen wir progressives Film-Material, interlaced Videofilme, Mpeg4-Dateien und sogar SVCDs abspielen. Einmal richtig im Setup eingestellt, braucht man sich um nichts anderes mehr kümmern. Die Filtertechniken des Faroudja 2310 gehören zur Weltspitze, der Oppo offenbart hier bei jeglichem Material ein produziertes Bild, das seinesgleichen sucht. Wir habe noch nie so gutausschauendes Mpeg4-Material geniessen dürften, der Faroudja filtert Fehler perfekt raus. Häufen sich diese Fehler, neigt die Darstellung zu einer "gemalten" Form.


Beim DVD-Bild kann man den Oppo 971H getrost in die Reihe mit den anderen (Preis-) Schwergewichten von Bullet6 Denon, Marantz und Panasonic mit dem Faroudja 2310 stellen. Der MTK-Chipsatz als Datenschaufel offenbart sich hier lediglich durch ausgeprägte Farbdarstellung, die aber regulierbar und sicherlich Geschmacksache ist. Soviel Faroudja 2310-Bild erhält man zu diesem Preis nirgendwo.


DVD-Video Tonqualität


Über die Spdif-Ausgänge wird die Wiedergabequalität des Oppo vor allem durch die Fähigkeiten des angeschlossenen Receivers begrenzt. Der Oppo scheint hier eine ordentliche Taktqualität zu liefern, die Klangkulissen lösten sich bei Dolby-Digital und DTS wunderbar von den Lautsprechern, die Dynamik kam mit großer Wucht rüber.


Der eingebaute Crystal-Wandler sorgt für ein angemessenes Analog-Klangbild bei Benutzung der analogen 5.1 und 2.0 Ausgänge. Auch hier ist die Räumlichkeit in die Breite gegeben, die Tiefe wird zu flach gestaffelt. Ein guter AV-Receiver dürfte mit einer Spdif-Zuspielung das bessere Ergebnis liefern. 



Aktualisiert Donnerstag, 12. Oktober 2006

Weblinks:
Bullet6 www.livingcinema.nl
Bullet6 www.opposhop.com
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