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Test Bullet6 SilverCrest 6515 / 6516 Lidl-Relaunch am 02.04.2007

Hardware     Test-DVD u. Setup     Bild und Ton Bewertung     Formatkompatibilität     Fazit
Bild und Ton Bewertung
 Jpeg-Darstellung

Der Bullet6 SilverCrest 6515 trumpft mit nativer Darstellung von HQ-Pics in HD-Qualität bis 1080i auf. Die Bildqualität ist entsprechend sehr gut, keine Spur mehr von den Skalierungsproblemen des Vorgängerchipsatzes bis hin zu Treppchenbildung. Beim SilverCrest 6515 bleibt die Darstellung der Bilder sauber. Die lange Ladezeit stört dabei aber ebenso wie die Trauerränder um die Bilder, die gerade bei 16:9 Darstellung teilweise ungünstig groß ausfallen.

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Abhilfe dagegen schafft nur die Zoom Funktion, die allerdings tadellos skaliert.

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Video-DVD Wiedergabe

Absolut alle CD und DVD Rohlinge, die wir getestet haben, wurden klaglos akzeptiert: Ricoh +R 8fach, Ricoh DL +R 2.4fach, Verbatim +R 8fach, Verbatim + R 16fach, Verbatim DL +R 2.4fach (4fach gebrannt), Verbatim DL -R 2.4 fach, Fuji -R 8fach, Bullet6 Philips +RW 4fach, (Hersteller Ricoh), Verbatim -RW 4fach sowie Bullet6 Sony, Verbatim, Ritek, Ricoh und TDK CD Rohlinge. Auch Verbatim "Ultra Speed" CD-RW, 24fach gebrannt, wurden abgespielt. 90 und 99 min. Rohlinge funktionieren ebenfalls.

Der 6515 spielt problemlos jede DVD+DL und DVD-DL. Auch mit Nero gebrannte DLs werden klaglos abgespielt. Einen sichbaren Layerbreak konnten wir weder mit Kauf-DVDs, noch mit Eigenproduktionen auf DVD-DL und DVD+DL feststellen.

Die OSD-Information der gespielten Disk hat gegenüber dem Vorgängerchipsatz abgenommen.

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So wurde auf eine Bitratenanzeige ebenso verzichtet, wie auf die seperate Anzeige der abgelaufenen und der Rest-Spielzeit.

Im täglichen Umgang mit allen Files und DVDs stört die mangelhafte, Diashowartige FF und FR Funktion. Hier hat sich Zoran kein bischen weiterentwickelt. Der Player lässt sich mit dem Einlesen einer DVD vergleichsweise lange 13,3 Sekunden Zeit. Die Fehlerkorrektur ist sowohl bei Kratzern, als auch bei Herstellungsfehlern gut.

Bildqualität

Der 14bit Video DAC mit 165Mhz sampling-Rate liefert über alle analogen Ausgänge, insbesondere bei RGB, ein gestochen scharfes Bild. Hier konnte Zoran gegenüber dem ZV7 deutlich aufholen. Die Hell/Dunkel-Übergänge, die Graustufendarstellung, die Farbsättigung, die Farbabweichung bei Rot, der Helligkeitsrauschabstand und der Farbrauschabstand sind bei allen analogen Ausgängen mustergültig und ohne Beanstandung. Bei Fbas verzeichnen wir prinzipbedingt leichte Unschärfen bei Bewegungsabläufen und eine nur ausreichende Darstellung von Bilddetails. Bei S-Video werden diese Unregelmässigkeiten auf eine gute Darstellung korrigiert, die RGB-Wiedergabe ist ohne Fehl und Tadel. Das Rauschen bleibt bei allen analogen Eingängen nicht sichbar, lediglich eine, nur auf sehr guten Monitoren sichtbare, Detailungenauigkeit lässt auf wirksame Filterung schliessen.

Der YUV-Komponentenausgang lässt sich, wie oben schon erwähnt, nicht auf 576i einstellen, es liegt immer ein progressives Signal in dieser Auflösung an. Dafür kann man das Signal auf 720p und 1080i aufblasen, eine prima Sache für alle Sichtgeräte, die keinen HDMI-Eingang aufweisen können. Die Darstellung des Gebotenen ist noch besser als beim RGB-Ausgang, allerdings ist dies wiederum nur auf sehr guten Monitoren sichtbar. Die Detailgenauigkeit ist sehr gut. Die Deinterlacer-Eigenschaften entsprechen denen des beim Bullet6 HDMI - Ausgang beschriebenen. Der YUV skaliert auch DVDs hoch, die mit dem CSS-Kopierschutz versehen sind.

Über die VGA-Buchse scheinen die gleichen YUV-Signale zu gehen, wie über den Komponentenausgang. Ein Funktionieren an PC-Monitoren ist Glücksache und hängt von den Specs der entsprechenden Wiedergabegeräte ab.

Auf der HDTV-Praxis gehen wir von einem gehobenen Anspruchsdenken unserer User aus, die entsprechenden Bewertungen des Deinterlacers sind nicht preisklassenbezogen, sondern durchaus an den Vorstelluingen einer guten Bildwiedergabe unserer Redaktion gemessen. Oftmals wird übrigens als KO-Kriterium für den HDMI-Ausgang seine Beschränkung auf 24 Bit Farbtiefe angeführt. Wir können dieser Argumentation nicht richtig folgen, denn die DVD ist genau auf diesen Farbraum beschränkt. Oftmals ist sogar nur ein Farbraum von 4:2:0 auf der DVD vorhanden.

Die Bullet6 Burosch AVEC Test-DVD offenbart recht wenig Probleme des, in den ZV 888 integrierten, Deinterlacers. Die Bildauflösungsbilder der Test-DVD stellten für den ZV888über Progressiv-YUV, VGA und HDMI kein Problem dar, lässig wird bis in die feinste Linie aufgelöst. Das Progressiv-Scan arbeitet deutlich besser als bei den üblichen Budget-Chips. Noch vor einem Jahr wären wir jubelnd durchs Testlabor gehüpft, hätte uns ein 200¤ Player ein solches Bild geboten.

Einige Beispiele (bei 720p, HDMI, die Bilder sind keine Screenshots, sondern Beispielbilder):

tennis

Die Tennisspieler flackern zwar, werden aber beide dargestellt, der Ball fliegt ohne Unterbrechung, zieht aber einen deutlichen Schatten nach. Das können z.B. Faroudja-Deinterlacer oder auch der Bullet6 Panasonic S52 viel besser.

haus

Das Deinterlacer-Haus wird nach ca. 1-Sekündiger Initialisierung sehr gut wiedergegeben. Es gibt keinerlei Schatten vor oder nach dem Haus, hier macht der Player jedem Faroudja-Player, die bei dieser Darstellung prinzipbedingt Probleme haben, was vor.

TVL

Bei der TVL-Darstellung am ruhenden Bild werden die oberen Strichmuster sehr fein aufgelöst wiedergegeben. Aber auch der mittlere, sehr schwierige Streifen mit 576 TVL wird sehr fein aufgelöst und ruhig dargestellt - Klasse. Bei den unteren Farbstreifen können wir keinen sichtbaren Chromabug ausmachen.

Die Bullet6 Finzel Test-DVD stellt jeden Deinterlacer auf eine harte Probe. Hier konnten wir erkennen, das SilverCrest bei der Firmware-Abstimmung ausgezeichnete Arbeit geleistet hat. Der Player erkennt auch hier adaptiv das vorliegende Material und schaltet relativ zuverlässig, nach einigen wenigen Sekunden Erkennungszeit, zwischen interlaced und progressivem Material um. Das sollte er auch, eine manuelle Einstellmöglichkeit fehlt bekanntlich.

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Beim progressiv geflagten Finzel-Deinterlacer-Test zeigt der SilverCrest ein ruhiges, durchschnittlich feingezeichnetes Bild. In der Stufe 3 sind die feinen Linien links oben im bewegten Bildausschnitt nur noch als graue Fläche zu erkennen. Hier stellen gute (und teure) Deinterlacer die feinen Linien dar.

Auch beim bewegten 576 TVL-Bild kann der Player feine Details nicht mehr darstellen. Das Bild ist zwar ruhig, Linien sind aber nur bis 425TVL zu erkennen. Bei 576TVL gibt es eine graue Fläche.

Die Darstellung der Farbflächen ist auch beim bewegten Bild ohne Beanstandung.

Interlaced Videomaterial schliesslich stellt den Player vor nicht ganz so große Probleme, wie vermutet. Der Player braucht eine Weile, um die diagonale Linie der obereren Lampenleiste zu "Begradigen", nach ca. 3 Sekunden sind aber keine Treppchen mehr zu erkennen - Respekt.

Bei der praktischen Bildbeurteilung am laufenden Film bestätigt sich das Ergebnis, welches wir durch Messungen und die Beurteilung der Testbilder gewannen. Selbst der Gladiator, der bei den einzelnen Vobs die Flags wechselt, wird mit durchgehend sehr ruhigem Bild wiedergegeben. Lediglich die Feinzeichnung könnte einen Tick mehr Details und Schärfe haben. Für den Preis aber "Hut ab" für diese gelungene Vorstellung.

Wir fassen also zusammen: Der Lidl-Player bietet für seinen Preis ein beinah optimales Bild an seinen analogen Ausgängen. Der HDMI-Ausgang kann bei der Bildqualität noch zulegen, der Deinterlacer arbeitet zwar nicht perfekt, aber durchaus gut. Wir hätten ein solche Bildqualität bei einem preisoptimierten Player niemals vermutet.

Der CD-Player

Der Ton des SilverCrest ist über Spdif absolut in Ordnung.Hier dürfte der Wandler im AV-Receiver die Qualität der Wiedergabe bestimmen.

Die analoge Übertragung über die 5.1 und 2.0 Chinches geschieht souveräner als vermutet. auch hier scheint die Abstimmung zu stimmen, der Player vermag sogar in die Breite zu staffeln, mit der exakten Abbildung in die Tiefe hat er aber seine Probleme.

Es gab ZV8-Player, die Probleme bei der Wiedergabe von CD-Audio hatten. Wir haben den 6515 diesbezüglich eingehend und langandauernd getestet, der SilverCrest zeigt diese Probleme, wie schon das Schwestermodell 6510, nicht ansatzweise. Ganz im Gegenteil, durch das wirklich ruhige Laufwerk macht CD-hören, vor allem über Spdif, mit dem Gerät richtig Spass.

Einen Standard-´CD-Player kann der SilverCrest problemlos auch über die analogen Ausgänge ersetzen.

Der DVD-Audio-Player

Der SilverCrest kann DVD-Audios wiedergeben, auch solche mit entsprechendem Key. Die Klangqualität ist hierbei annehmbar, bei weitem aber nicht mit der hochwertiger DVD-Audio-Spieler vergleichbar.

Der MP3-Player

Der SilverCrest spielt MP3-Dateien jeglicher Kompressionsart ohne irgendwelche Probleme. Zufallswiedergabe kann er aber nur im jeweiligen Ordner. ansonsten ist die Navigation über die Pfeil und Skip-Tasten ohne Fehl und Tadel. Bei der Klangqualität muss sich der 6515 nur knapp dem Panasonic S52 geschlagen geben, der eine bessere Auflösung in den Höhen und noch mehr Wucht in den Tiefen lieferte. Dagegen kann sich der 6515 gegen handelsübliche MTK-Player beim MP3-Klang locker an die Spitze spielen.

Leider hat sich beim SilverCrest ein Bug eingeschlichen, der bislang alle ZV 888 Player betrifft: Sehr große MP3-Files über ca. 80MB werden nicht korrekt abgespielt. Hier sollte der Hersteller durch ein Firmware-Update Abhilfe schaffen.

Der SilverCrest zeigt ID3-Tags im Laufband im Bildschirm-Browser an.



Aktualisiert Montag, 26. März 2007

Weblinks:
Bullet6 www.mysilvercrest.de
Bullet6 www.lidl.at
Bullet6 www.lidl.de
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