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HD-Wiedergabe mit einem Bullet6 HDMI Bullet6 DVD-Player - Bullet6 Xoro machts möglich

Hardware     Setup     Bild und Ton Bewertung     Formatkompatibilität     Fazit
Hardware

HD auf DVD

Die Hamburger Bullet6 MAS AG  bringt mit dem Bullet6 Xoro HSD 8500 einen ungewöhnlichen Player auf den Markt. Man wagt sich in Preisregionen knapp unter 200¤, der Strassenpreis für den HSD 8500 liegt mittlerweile bei ca. 170¤, was für einen Xoro Player relativ viel Geld ist, im Reigen der HD-fähigen Player aber den unteren Grenzwert markiert. HD-Player? Ja, der Xoro kann es! Er liest zwar weder HD-DVD, noch BlueRay, spielt aber diverse andere HD-Formate und auch das, in Europa nicht verbreitete, taiwanische FVD-Format. Der Verbraucher erwartet für 200¤ eine gute Verarbeitung, ein gutes Bild, guten Ton und ein unproblematisches Handling. Wir werden in unserem Test nachhalten, ob der HSD 8500 diese Erwartungen erfüllen kann.

Der Player kommt im ansprechenden, roten Verkaufskarton daher. Der Karton enthält den Player im 43cm Rastermass, die Fernbedienung, Stereo-Chinch-Kabel, durchaus hochwertige YUV-Komponenten-Kabel, die Fernbedienung, Batterien dafür und eine 43 Seiten starke, deutschsprachige Bedienungsanleitung, die gut übersetzt, thematisch aber lückenhaft ist. Ein HDMI-Kabel muss zugekauft werden.

Der HSD 8500 unterstreicht optisch den Anspruch Xoros, etwas Besonderes zu bieten. Seine Alu-Front ist selbst in der 200¤-Klasse die Ausnahme, vergoldete Anschlüsse findet man hier auch selten.  Der 430 x 38 x 260 mm große Player bringt 2,1 kg auf die Waage, das mutet wertig an.

Der Tray des Players schiebt erst eine Gehäuseklappe nach unten, um ausfahren zu können. Durch den hohen Druck der Klappe gegen den Tray entsteht dabei ein unschönes Geräusch. Dafür ist die Klappe optimal in die Front eingepasst, was wiederum das Gefühl hohen Wertes vermittelt.

Wir notieren erfreut einen Full-Size-Tray, Xoro hat sich bei diesem Player nicht zur Mode mit Bierdeckeldünnen Laden hinreissen lassen. Die DVD fährt ganz aus und lässt sich auch von den Seiten durch Eingriffe entnehmen. Links am Gerät finden wir was zum sparen: Xoro hat dem HSD 8500 einen echten Ausschalter spendiert, der relativ satt einrastet.

Unschön finden wir den Aufdruck der Eigenschaften des Players. Die Logos sind viel zu groß und wirken penetrant, zerstören den, sonst guten, Werteindruck des Players. Tipp an Xoro: Sowas kann man auch abziehbar gestalten! icon_wink

Die Bedienelemente befinden sich unter dem, relativ großen, Display. Sie erlauben die Bedienung der Laufwerkeigenschaften des Players am Gerät. Die Knöpfe sind gut eingepasst und haben einen exakten Druckpunkt.

Das Display ist, für einen Bullet6 DVD-Player, geradezu riesig. Der Informationsgehalt des, im Prinzip alphanumerischen, Displays ist ein wenig spartanisch. Hier wäre deutlich mehr möglich gewesen. Das TFT-Display ist leuchtstark und jederzeit auch aus Sessel-Entfernung unproblematisch ablesbar.

Am Heck des Xoros finden wir das umfangreiche Anschlussfeld. Rechts aussen hat sich Xoro zu einem steckbaren Stromanschluss entschlossen, das begrüssen wir sehr. Die Scart-Buchse dürfte für einen HD-fähigen Player nur eine untergeordnete Rolle spielen, sie leitet Fbas und RGB SD-Signale sowie analogen Ton weiter.

Die vergoldeten Chinch-Anschlüsse teilen sich in analoge 5.1 Audio-Ausgänge, in 576i, 576p, 720p und 1080i skalierbare Komponenten-Anschlüsse und einen Fbas Ausgang auf. Für den digitalen Ton stehen Coax und die optische Variante bereit. Eine S-Video-Hoside rundet das komplette Angebot ab.

Der HDMI-Anschluss ist ausgesprochen stabil ausgeführt, metallummantelt und sehr fest mit der Rückwand verschraubt. HDMI-Stecker sitzen ohne Spiel, was bereits im Ansatz Probleme, die auf technischen Mängeln beruhen, eleminiert. Der Bullet6 HDMI 1.1 leitet digitale Bildsignale in 576i, 576p, 720p und 1080i weiter. Tonsignale werden in PCM und Mehrkanal-Digital ausgegeben.

Der erste Rundgang um den Player vermittelt also Positives, der Anspruch der guten Verarbeitung, den man in der 200¤ Klasse erwartet, wird nicht nur erfüllt, sondern deutlich übertroffen.

Anders sieht das bei der beigelegten Fernbedienung aus.  

Die Tastenaufteilung kann noch überzeugen, man findet sich auch schnell ohne Blickkontakt zurecht. Dabei vermitteln die schwammigen Tasten keinen definierten Druckpunkt. Wirkungsgrad und Reichweite sind höchstens ausreichend, man muss schon genau zielen, um eine Reaktion am Player zu erleben. Der reagiert einigermassen zügig, wenn man nicht zu weit vom Gerät entfernt ist. Ein Wechseln der beigefügten Batterien brachte ein deutliches Entfernungsplus. Dennoch muss man ziemlich lang eine Taste bemühen, mangels Rückmeldung kann man sich auch nicht sicher sein, ob der Befehl angenommen wurde.

Die Fernbedienung wirkt sehr "weich", was aus der ungenauen Fertigung resultiert. Die beiden Gehäusehälften liegen nicht plan aufeinander, Ober- und Unterschale sind bei Betätigung ständig leicht in Bewegung.

Bei Fernbedienungen sind wir von Xoro viel besseres gewohnt, schade, das man sich zu dieser Lösung entschlossen hat.

Innere Werte

Nach dem Öffen des sorgfältig verschraubten Gehäuses präsentiert sich ein aufgeräumtes Innenbild.

Unser Blick schweift sofort nach rechts: So sahen sie also aus, die Netzteile, die wir noch vor Jahren in fast jedem elektronischen Gerät bewundern durften! Heute wird gespart, beim Xoro HSD 8500 nicht: Ein, für einen DVD-Player, wirklich üppig dimensioniertes Netzteil flösst Vertrauen ein.

Der Xoro basiert auf dem HD-Mulimediachip Sigma Designs 8620L-LF. Im HSD 8500 wird das angepasste Referenzdesign von Sigma Designs verwendet.

Diese Platinen bilden auch die Grundlage für viele Player mit Netzwerktechnik. Die Bestückung für (Wireless-) LAN fehlt, eine nachträgliche Möglichlichkeit für willige Bastler, wie sie in den Foren, z.B. im Bullet6 Dvdboard angedacht wurde, funktioniert nicht. Xoro hat die LAN-Fähigkeit nicht etwa eingespart, man möchte dem Benutzer damit einen einfach zu bedienenden HD-Player an die Hand geben. Viele Netzwerkplayer kranken an überladener und fehlerhafter Firmware.

Der 8620 verarbeitet, neben den üblichen SD-Formaten, auch HD-Files im Mpeg 2, Bullet6 DivX, Bullet6 Xvid und WMV9 ab. Ein besonderes Schmankerl ist das native Handling mit M2T Dateien, wie sie viele HD-Kameras erstellen. Der HSD 8500 kann auch Transportstreams (TS) von Sat-PVRs oder Streams nativ lesen. Die aktuellen Sigma-Chips ermöglichen leider nicht die Wiedergabe von H.264-Dateien, das wird erst der kommende 8623 beherrschen. Mehr zur umfassenden Formatkompatibilität dann im entsprechenden Kapitel.

Der HDMI-Ausgang wird von einem hochwertigen Silicon Image-Chip angesteuert. Grundsätzlich kann diese Hardwarelösung auch 1080p, das wird von der aktuellen Firmware aber (noch) nicht unterstützt.

Die analoge Audiowandlung übernimmt der WM 8746SEDS. Das ist zwar kein High-End, aber eine solide Lösung..

 

Der massiv wirkende Loader des HSD 8500 kann auch FVD-Medien verarbeiten. FVD ist ein taiwanisches HD-Format, das bei uns aber so gut wie nicht anzutreffen ist. Der Loader ist ausgesprochen durchsatzstark, auch HD-Dateien mit mehr als 25Mb/s stellten kein Problem dar. Leider ist er kein Leisetreter. Bei jedem Einlesen ertönt ein jaulendes Geräusch, ähnlich dem Gedächtniskiller bei MiB. Ist der Loader erst mal hochgefahren, liest er DVDs geräuscharm. Stolpert er über einen Fehler, winselt er wieder. Bei ISO-DVDs mit Mpeg4 HD- und SD-Dateien ist das Jaulen deutlich stärker zu vernehmen. Die Fehlerkorrektur des Loaders ist gerade ausreichend, bei gröberen Kratzern oder Verschmutzungen reagiert er zickig.




Weblinks:
Bullet6 www.xoro.de
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Wissenswertes
Was bedeutet
"HD-ready" und "HD-ready 1080p"?




Was ist HDTV?


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