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HD-Wiedergabe mit einem Bullet6 HDMI Bullet6 DVD-Player - Bullet6 Xoro machts möglich

Hardware     Setup     Bild und Ton Bewertung     Formatkompatibilität     Fazit
Bild und Ton Bewertung

Video-DVD Funktionalität

Absolut alle CD und DVD Rohlinge, die wir getestet haben, wurden klaglos akzeptiert: Ricoh +R 8fach, Ricoh DL +R 2.4fach, Verbatim +R 8fach, Verbatim + R 16fach, Verbatim DL +R 2.4fach (4fach gebrannt), Verbatim DL -R 2.4 fach, Fuji -R 8fach, Bullet6 Bullet6 Philips +RW 4fach, (Hersteller Ricoh), Verbatim -RW 4fach sowie Bullet6 Sony, Verbatim, Ritek, Ricoh und TDK CD Rohlinge. Auch Verbatim "Ultra Speed" CD-RW, 24fach gebrannt, wurden abgespielt. 90 und 99 min. Rohlinge funktionieren ebenfalls.

Der 8500 spielt problemlos jede DVD+DL und DVD-DL. Auch mit Nero gebrannte DLs werden klaglos abgespielt. Einen sichbaren Layerbreak konnten wir weder mit Kauf-DVDs, noch mit Eigenproduktionen auf DVD-DL und DVD+DL feststellen. In Foren, wie z.B. dem Bullet6 Dvdboard, wird aber vereinzelt über kurze Aussetzer beim Layerwechsel berichtet.

Eine selbsterstellte FVD-DVD wurde korrekt erkannt und wiedergegeben. Bullet6 Xoro hält auf Anfrage ein rudimentäres Authoring-Tool für FVDs bereit.

Die Navigation auf der DVD wird durch die schwache Fernbedienung erschwert. Der Player reagiert ganz leicht zeitverzögert auf die Befehle, für einen Sigma Designs Player ist er aber geradezu ein Sprinter.

Der schnelle Vorlauf ist sehr ruckelig und ähnelt einer Diashow. Das machen andere Player mit Sigma Designs 8620, z.B. der Kiss DP 600, absolut flüssig. Die Einsatzstelle nach dem schnellen Vor- und Rücklauf ist nicht immer exakt, der Player lässt sich auch Zeit bis zur Aufnahme der normalen Geschwindigkeit.

Bildqualität bei DVD

Hier hat uns der Xoro HSD 8500 erstaunt. Er bietet ein sehr plastisches, rauschfreies, scharfes und kontrastreiches Bild. Bekommt der Deinterlacer die richtige Flaginformation, kann er sowohl bei Interlaced-, als auch bei Progressiv-Material voll überzeugen. Ein Optimum würde durch eine manuelle Vorwahl des Pulldown erreicht.

So kann die Burosch AVEC, deren Vobs teilweise nicht richtig geflagt sind, nicht zur Beurteilung herangezogen werden. Die Bilder flimmern stark im Versuch des Players, Halbbilder hinzuzurechnen.

Ganz anders sieht es bei der Finzel Test-DVD aus. Hier ist der Xoro in seinem Element und bietet vorzügliche Ergebnisse. Die Bilder sind keine Screenshots, sondern nur Beispiele zur Verdeutlichung. Unsere Tests erfolgten über Bullet6 HDMI bei 720p

Beim Deinterlacing der progressiven Sequenz werden die feinen Linien rechts und links fein aufgelöst und ohne jegliches Zittern abgebildet. Beim bewegten Bild in der Mitte gibt es lediglich einen Hauch von Flimmern bei den Fachwerk-Balken. Spitze!

Bei der sehr kritischen Stufe drei mochten wir unseren Augen nicht trauen: Der Xoro HSD 8500 bildet das Dreieck des bewegten Bildes absolut fein gezeichnet und völlig ohne Zittern oder Flimmern ab. Auch Gegenproben am Z4 ergaben eine einwandfreie Wiedergabe. In einer solchen Qualität haben wir das noch nie gesehen!

Weiter gehen die Überraschungen: Das bewegte TVL-Bild wird bis ins Feinste aufgelöst dargestellt. Die 576 TVL flimmern ganz leicht, was der feinen Auflösung aber keinen Abbruch tut. Die Leiste wird im Übrigen komplett feingezeichnet dargestellt, das schaffen nur sehr wenige Player. Die unteren Farbbeispiele sind aussergewöhnlich scharf abgegrenzt, ohne sichtbaren Chroma-Upsampling-Fehler.

Die Kamerafahrt, die in Interlace-Halbbildern vorliegt, bringt den Deinterlacer merklich ins Schwitzen. Die seitlichen Teststreifen kann er nicht flimmerfrei darstellen, mangels Diagonalprozessor bleibt die Diagonale des oberen Regals auch stufig. Die Bildschärfe ist aber insgesamt sehr gut, das Bild zeigt keine Neigung zum Flimmern.

Bei normalem Videomaterial bestätigt sich der Testeindruck. Die Bilder haben eine enorme Schärfe und Plastizität, die Farben werden in Grundeinstellung ein wenig übertrieben. Das kann man am Gerät korrigieren, der Player merkt sich diese Einstellungen aber nicht nach dem Ausschalten. Der HSD 8500 ist der ideale Beamer-Zuspieler, hier setzt er seine Schärfe ins rechte Licht.

Wenn nicht, ja wenn nicht die DVDs vielfach falsch geflagt wären.Der "Gladiator", dessen Vobs  teilweise eine falsche Flag-Zuweisung haben, zeigt, wie sehr eine manuelle "Film"-Einstellung dem Player fehlt. Beispielgebend sei hier die Szene im Kapitel 15,  79:20 - 80:00 genannt: Die Kettenhemde und Ornamente im Schmuck flimmern wild vor sich hin.

Die analogen Videoausgänge des Xoro weisen allesamt eine sehr hohe Qualität auf. Selbst der Fbas-Ausgang bringt eine respektable Bildqualität. Grundsätzlich kann der Xoro auch über den YUV hochskalieren. Das funktioniert bei CSS-geschützten DVDs aber nicht, hier greift HDCP und der Player schaltet auf 576p.

Der Xoro HSD 8500 bietet in seiner Preisklasse ein DVD-Bild, an dem sich die Konkurrenz wird ausrichten müssen.

Der Filmton 

Gibt es Klangunterschiede beim digitalen Datentransfer via Spdif?  Ausschlaggebend für den Klang einer solchen Verbindung ist in erster  Linie die Wandlung im AV-Receiver. Aber es gibt auch Unterschiede, die  heraushörbar sind. Der Player gibt über den Spdif-Ausgang  einen Takt  heraus, welcher dem angeschlossenen Wandler den Arbeitstakt vorgibt. Er  übermittelt ihm damit den Zeitpunkt, zu dem der Wandler die Daten vom  Digitalwort in analoge Werte umwandeln soll. Ein digitaler Datenstrom  besteht aus Nullen und Einsen. Entgegen der landläufigen Meinung ist  das beim Spdif nicht ein einfaches Spannung an/aus. Der Bullet6 DVD-Player  erzeugt die Einsen durch Taktverdoppelung. Wird der Takt nicht korrekt  erzeugt, wird der Wandlungszeitpunkt unsicher, der Datenstrom dadurch  unsauber. Das kann man hören.

Der Xoro HSD 8500 erzeugt gut getaktete Datenströme, der Klang ist lebendig,  dynamisch und mit der Urgewalt, die AC-3 Filmen zueigen ist. Dieses  Klangerlebnis reduziert sich bei Verwendung der analogen 5.1-Ausgänge, zumal diese nicht weiter einstellbar sind. Wir empfehlen die digitale Zuspielung.

Der CD-Player 

Über  Spdif mit dem AV-Receiver verbunden, gilt bei CD-Wiedergabe das  gleiche, wie beim Filmton bemerkt. Der Player sendet einen sauber  getakteten Datenstrom zum Receiver, der für das Weitere zuständig ist.

Die  analogen Stereo-Ausgänge, für die beim 8500 die Front Rechts und Links Ausgänge herhalten müssen, präsentieren Mittelmass. Die  analoge Übertragung über die  2.0 Chinches geschieht dabei souveräner  als vermutet. auch hier scheint die Abstimmung zu stimmen, der Player  vermag sogar in die Breite zu staffeln, mit der exakten Abbildung in  die Tiefe hat er aber seine Probleme. Der 8500 kann einen mittelmässigen CD-Player ersetzen.

Der MP3-Player

Auch für die Wiedergabe der MP3-Dateien gilt das, was schon für den Filmton geschrieben wurde. Wir empfehlen auch hier die Zuspielung per digitalem Kabel. Die Navigation geht dank langer Dateinamen problemlos vonstatten, auf eine Anzeige von ID3-Tags muss verzichtet werden.

Bild-Wiedergabe

Der HSD 8500 beschränkt sich auf die Wiedergabe von Jpeg-Bildern. Die kann er aber bis zu 1920x1080 Pixeln nativ darstellen. Das ermöglicht echte Diashows in vorzüglicher Qualität.

 

Der Player verzichtet dabei auf Trauerränder, die Bilder werden auch im richtigen Seitenverhältnis abgebildet.



Aktualisiert Donnerstag, 23. November 2006

Weblinks:
Bullet6 www.xoro.de
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