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Test HDMI-DVD-Player Oppo Digital 981 HD

Vorstellung, Testumgebung     Hardware     Tabelle Connections     Anschluß und Setup     Tabelle General Specs     Bild- und Tonqualität     Tabelle Medienkompatibilität     Unterstützte Formate mit Tabelle     Fazit
Hardware
Die Hardware

  Der Oppo 981H kommt in einem schlichten Umkarton daher. Öffnet man diesen, findet man einen ungewöhnlich wertig verpackten, 420mm x 270mm x 41mm großen und 2,4 kg schweren  Bullet6 DVD-Player. Statt Styrophor gibt es Schaumstoffecken, das Zubehör ist sorgsam in einer Extra-Schachtel verstaut. Wir finden vergoldete Chinch Kabel in 3-er Ausführung, ein durchaus wertiges HDMI-Kabel, ein separates Netzkabel, die Fernbedienung, die wir ähnlich schon vom 971H kennen, Batterien hierzu und normal wohl auch eine Anleitung - bei unserem Testexemplar fehlt diese, kann also nicht bewertet werden. Der Player ist nicht in schnöde Plastikfolie gewickelt, sondern wird im schicken Stoff-Kleidchen angeliefert. Oppo unterstreicht mit dieser Präsentation einen wertigen Anspruch.

Die Wertigkeit setzt sich beim Aufbau des Players fort. Eine solide Alufront, saubere Passungen, satt klickende Tasten mit definiertem Druckpunkt - der neue Oppo sieht dem alten von vorn wie aus dem Gesicht geschnitten aus, ist aber deutlich besser verarbeitet. 

Oppo hat sich die Prahlerei der Playerkünste mittels Aufdruck nicht verkniffen. So können wir ersehen, das der Oppo 981 H nicht nur über die Faroudja Genesis DCDi-Technologie mit Diagonalprozessor verfügt, sondern auch alle möglichen Mpeg 4-Künste beherrscht, über Bullet6 HDMI angeschlossen werden kann, dort auf 576p, 720p, 1080i und 1080p hochskaliert, SACDs und DVD-Audios wiedergibt und auch Dolby-Digital und DTS beherrscht. Alles wunderbar, im noblen Heimkino gilt es als eleganter, wenn diese Kredenzien guten Playerbaus nicht allesamt in beträchtlicher Größe aufs Player-Antlitz gedruckt sind.

Die linke Seite der ansonsten angenehm schlicht gestylten Front wird von einem Standby Taster und der Slim-Line Player-Schublade beherrscht. Der Oppo kann nicht ganz ausgeschaltet werden, möchte man ihn vom Netz trennen, gilt es den Stecker zu ziehen. 

Die Auswurf-Taste, ein ausreichend großes und helles VFT-Display und zwei Laufwerkssteuerungstasten runden die Frontbestückuing des Oppo ab. 

Den Taster zum ausfahren des Trays findet man dank der Beleuchtung garantiert auch im dunkelsten Heimkino, der Weg dorthin wird gleichzeitig mit beleuchtet. Wem das zuviel Licht ist, der kann die effektvolle Tastenbeleuchtung im Setup dimmen oder ganz ausschalten. 

Das Display verzichtet wohltuender Weise auf sich drehende Kirmeseffekte und zeigt ausreichend hell die wichtigsten Informationen an. 

Die Playerschublade entspricht dem, von dem die Chinesen wohl annehmen, es wäre momentan modern. Sie ist nur bierdeckeldick und hat aus Stabilitätsgründen keine seitlichen Eingriffe, um die Disk zu entnehmen. An der Stabilität der Oppo-Schublade gibt es so auch nichts zu kritisieren, uns drängt sich aber die Frage auf, warum solch dünne , mit Nachteilen behaftete, Trays konzipiert werden. Einem 260¤-Player stünde eine Full-Size-Lade jedenfalls sehr passend zu Gesicht. Der Oppo-Tray fährt nicht weit genug aus, die Disk verbleibt zu ca. 1/3 im Player und läuft so beim Be- und Entladen Gefahr, verkratzt zu werden. 

Auch am Heck ist der Oppo nun erwachsen geworden. Die meisten Anschlüsse glänzen golden und sind sehr solide und sauber eingepasst. Das Netzkabel ist nun nicht mehr in der "BBK-Schlaufe" icon_wink gefangen, sondern kann extern angesteckt werden. Das bringt den Vorteil, dass bei einem defekten Netzkabel nicht der ganze Player zur Reparatur muss. 

Der Oppo profitiert von den Faroudja-Vorzügen nur über den HDMI-Anschluß. Das hat BBK wohl dazu bewogen, einen Komponenten-Anschluß komplett zu streichen. Als Homage an good old Europe gibt es noch einen RGB-Scartstecker, der beim Konzept des Oppo aber ebenso überflüssig ist, wie die S-Video-Buchse, denn die analogen Videoströme werden vom MTK 1389EE abgezapft. Das kann dieser zwar auch ganz gut, beim Oppo hat man auf korrekte analoge Videowerte bei RGB wohl auch Wert gelegt. Eine F-Bas-Buchse braucht man im Zweifelsfall für Kontrollmöglichkeiten immer, wir hoffen, niemand kommt beim Oppo auf die Idee, diese zur Bildausgabe zu nutzen. Der Ton hat die, für die DVD-Audio und SACD-Wiedergabe unbedingt nötigen, analogen 5.1 Chinch-Ausgänge bekommen, ein Pärchen Stereo-Chinches rundet das analoge Audio-Rüstzeug des 981 H ab. Spdif wird sowohl elektrisch über Chinch als auch optisch angeboten. Der HDMI-Anschluss ist in der Version 1.1 implementiert, überträgt die Videodaten in 576p, 720p, 1080i und 1080p, beherrscht den digitalen Spdif Datenstrom und auch DVD-Audio. Die letzte Konsequnez der digitalen SACD-Weitergabe über HDMI würde mit der Version 1.2 erreicht, hier streckt der Oppo die Waffen. 

Die Fernbedienung entspricht funktional der des Vorgängermodells. Sie liegt sehr gut in der Hand, die Tasten haben einen ausgezeichneten Druckpunkt, der Wirkungsgrad ist überragend, man braucht die Fernbedienung keinesfalls auf den Player zu richten.. Entsprechend der Hauptkäuferschicht, die den Oppo zur Befeuerung eines Beamers nutzt oder zumindest im ambitionierten Heimkino einsetzt, hat BBK die Tasten nun illuminierend gestaltet. Bei Dunkelheit findet man zielsicher die gewünschte Funktion, vorausgesetzt, man hat die Tastenbelegung  auswendig gelernt. Wir vermissen die Beschriftung einiger Tasten, hier hat BBK nicht ganz zu Ende gedacht. Die Haptik der Bedienung leidet unter einer indifferenten Formgebung und Anordnung der Bedienelemente. So verdienten die Laufwerkstasten und einige weitere wichtige Steuerelemente, z.B. die Audiospurwahl und die Untertitelauswahl individuelle Formgebung, die man blind ertasten kann. 

Der Player meldet nun auch die Skalierungseinstellung, die man ausschliessich über die entsprechende Funktion mit der Fernbedienung ändern kann, nun im Player-Display und auf dem Bildschirm eindeutig zurück. Zudem ist HDMI direkt beim ersten Playerstart aktiviert.

Innenleben

 
Der Oppo ist auch im Inneren wertig verarbeitet. Der Aufbau ist sauber, die Kabelwege technisch optimiert und sehr kurz. Die "Kapselung" des Netzteils ist allerdings Effekthascherei, es handelt sich lediglich um einen labilen Plastikdeckel. Der einzige Minuspunkt des Innenaufbaus ist der Standard-Slim-Line Loader, der so oder ähnlich auch in vielen Billigst-Playern zu finden ist. Hier verdient ein hochwertiger Player wie der Oppo eine bessere Bestückung.


Das Prachtstück des Players: Der Faroudja Genesis 2310. Die Ansteuerung des HDMI übernimmt ein, nicht minder wertiger, Silicon Image.

 

Das Wandlerboard mit dem MTK 1389EE. Hier unterscheidet sich der Oppo von chinesischen Billig-Playern durch akkurate Verarbeitung und Bestückung der Platine.


Aktualisiert Dienstag, 17. Juli 2007

Weblinks:
Bullet6 www.opposhop.com
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